Keine Workshops Sexuelle Bildung in 2022?!

Förderung gestrichen – Wir brauchen eure Unterstützung!

Wir sind voller Tatendrang ins neue Jahr gestartet: das Team hat sich um Charlez und Lotte erweitert und der Kalender füllte sich mit Workshopterminen.

Dann der Schock: Die Förderung für unser Projekt selbst.bestimmt soll gestrichen werden. Das würde das Ende des Projektes bedeuten und hätte weitreichende Konsequenzen für Berliner Schulen und ihre Schüler*innen.

Was steht auf dem Spiel?

Das Projekt selbst.bestimmt vom Bildungswerk des Bildungskollektivs Berlin e.V. ist akut gefährdet.

Mit dem Projekt bieten wir folgende Angebote an:

  • Workshops zur Sexuellen Bildung in Schulen, Jugendeinrichtungen und Jugendwohngruppen
  • Beratung von Lehrkräften und pädagogischem Fachpersonal
  • Veranstaltungen für Eltern und Erziehungsberechtigte
  • Aktive Vernetzung mit anderen Bildungsträgern der Sexuellen Bildung

Unterstütz uns jetzt!

Das Projekt wurde bisher von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familien gefördert. Sollte diese Förderung nicht fortgesetzt werden, können wir die Angebote nicht aufrecht erhalten.

Du kannst uns helfen, das zu verhindern!

Je mehr Menschen und Institutionen die zentrale Rolle von selbst.bestimmt unterstreichen, desto besser stehen unsere Chancen auf eine weitere Förderung.

Auf dieser Seite findest du alle Infos zur aktuellen Lage des Projektes sowie die Möglichkeit uns zu unterstützen und das Projekt vor dem vorzeitigen Aus zu bewahren.

Das kannst du tun

Wir wollen unser Angebot weiterhin zur Verfügung stellen. Die hohe Nachfrage an Workshops zur Sexuellen Bildung hat sich nicht geändert. Im Gegenteil: Wenn unser Projekt gestrichen wird, entsteht eine große Lücke in der Berliner Bildungslandschaft. Vor allem Kinder und Jugendliche sind dann diejenigen, die darunter leiden.

Das können wir gemeinsam verhindern!

Schreib bis Ende Februar eine Mail an die Berliner Bildungssenatorin. Untenstehend findest du eine Mailvorlage, die du gern verwenden kannst.

Teil die Seite auch gern mit Freund*innen, dem Elternrat an deiner Schule oder anderen Unterstützer*innen. Jede Mail hilft. Tausend Dank im Voraus!

Mailvorlage

Betreff: Akute Gefährdung des Projektes selbst.bestimmt

Sehr geehrte Senatorin Astrid-Sabine Busse,

seit 2020 nimmt das Projekt selbst.bestimmt vom Bildungswerk des Bildungskollektivs Berlin e.V. eine zentrale Rolle im Bereich Sexuelle Bildung für Berliner Schulen, Ausbildungsstätten und für pädagogische Fachkräfte sowie Erziehungsberechtigte ein.

Die Zusicherung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für 2022 war zunächst: Im Rahmen der vorläufigen Haushaltswirtschaft kann für die erste Jahreshälfte ein vorläufiger Bescheid für 50 % der Zuwendungssumme des Ansatzes 2021 erteilt werden. Dieser soll nun doch nicht erteilt werden. Die geplante Streichung der Projektmittel durch Ihre Senatsverwaltung führt zu einer akuten Gefährdung des Projektes. Ein mögliches Ende von selbst.bestimmt wird für die Berliner Bildungslandschaft weitreichende negative Konsequenzen haben. Allein für das verbleibende 2. Halbjahr des Schuljahres 2021/22 wurden zum aktuellen Zeitpunkt etwa 40 Workshops beim Projekt gebucht, welche ohne die geplante Finanzierung gänzlich wegbrechen würden.

Darüber hinaus entsteht hier auch mittelfristig eine Lücke, vor allem Kinder und Jugendliche sind diejenigen, die darunter leiden. Das Angebot von selbst.bestimmt wurde in den letzten Jahren stark nachgefragt und hat sich in Berlin sehr gut etabliert. Etwa 3.000 Menschen haben bereits von den Projektangeboten profitiert.

Bitte werden Sie aktiv! Setzen Sie sich dafür ein, dass Sexuelle Bildung weiterhin entsprechend der Richtlinien des Orientierungs- und Handlungsrahmen für das übergreifende Thema Sexualerziehung/ Bildung für sexuelle Selbstbestimmung (OHR) in der Berliner Bildungslandschaft einen Platz findet. Setzen Sie sich dafür ein, dass das Recht auf Sexuelle Bildung aus inklusiver sowie intersektionaler Perspektive und unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten weiter gesichert ist!

Helfen Sie mit, die Streichung der Projektmittel für das Projekt selbst.bestimmt vom Bildungswerk des Bildungskollektivs Berlin e.V. und die anderer wichtiger Akteur*innen in Berlin zu stoppen!

Mit freundlichen Grüßen,
[dein Name]

FAQs zur aktuellen Situation des Projektes

Ohne die Förderung von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie können wir das Projekt selbst.bestimmt nicht fortführen.

Das würde bedeuten, dass wir die bestehenden Arbeitsverhältnisse auflösen und die geplanten Workshops absagen müssten.

Mit dem Wegfall der Förderung könnten die bereits gebuchten Workshops nicht durchgeführt werden. Es bedeutet auch, dass weiteren Bildungseinrichtungen die Möglichkeit auf kostenfreie Workshops, Veranstaltung für Erziehungsberechtigte oder Lehrkräfteberatungen verwehrt bleiben.

Das wären fatale Konsequenzen, sowohl für jede Person, die unser Angebot nutzt als auch für die Bildungslandschaft generell.

Der Orientierungs- und Handlungsrahmen für das übergreifende Thema Sexuelle Bildung / Bildung für sexuelle Selbstbestimmung (OHR) ist eine schulische Richtlinie. Diese sieht ein Recht auf sexuelle Bildung aus inklusiver sowie intersektionaler Perspektive und unter Beteiligung von Menschen  unterschiedlicher sexueller Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten vor.

Mit dem Wegfall unseres Angebotes würde hier eine massive Lücke entstehen.

Einige von euch haben es bereits letztes Jahr mitbekommen: Der Haushaltsentwurf für 2022 (Stand Juni 2021) hatte massive Kürzungen und Streichungen von Bildungsprojekten vorgesehen.

Besonders Projekte im Bereich feministische, queere, intersektionale Bildung und Antidiskriminierungsarbeit waren betroffen.

Im Zuge der vorläufigen Haushaltswirtschaft wurde uns dann im November 2021 doch eine Förderung für das erste halbe Jahr 2022 zugesichert.

Seitdem haben wir dafür gearbeitet, dass im Jahr 2022 Workshops stattfinden können. Viele sind sogar schon geplant und gebucht.

Nun haben wir im Januar die Info bekommen, dass die zugesagte Finanzierung doch nicht erfolgen soll.

Wir kämpfen für den Fortbestand des Projektes, das heißt: Wir planen vorerst so, dass das Projekt selbst.bestimmt weiter bestehen bleibt.

Bis Ende Februar wissen wir mehr. Sollte sich abzeichnen, dass der Verein BW BiKoBerlin e.V. das Projekt nicht fortführen und damit auch die gebuchten Workshops durchführen kann, dann sagen wir euch schnellstmöglich Bescheid.